Bayou-Festival in Erfurt sorgt für den besonderen Moment

„Wenn dieser besondere Moment eintritt, in dem alle gemeinsam funktionieren, sich eine Eigendynamik entwickelt, die Leute loslöst und das Gefühl entsteht, dass alles passt, dann haben wir unser Ziel erreicht.“ Andreas Braun aus Kirchheim in der Nähe von Arnstadt findet emotionale Worte, um zu beschreiben, was die von ihm ins Leben gerufene Open-Air-Veranstaltung in Erfurt ausmacht.

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Andreas ist unter dem DJ-Pseudonym „Kenny Leaven“ bekannt. Foto: Benjamin Paape

Der 34-Jährige, besser bekannt unter seinen DJ-Pseudonym Kenny Leaven, ist Begründer des „Bayou“-Festivals, das am 4. Juni bereits zum 9. Mal am Erfurter Nordstrand für ausgelassene Stimmung und tanzende Massen sorgte. Von 12 bis 22 Uhr brachten DJs und Künstler wie „Monkey Safari“, „Re.You“, „Konstantin Sibold“ und „Klinke auf Cinch“ alle Liebhaber des gepflegten Elektro-Nachmittags-Schwoofs in dem natürlichen Amphitheater am See zum Jubeln.

„Damals entdeckte ich das Gelände, als ich dort spazieren ging“

Jahr für Jahr zieht das Open-Air tausende Menschen von nah und fern an. Und das, nicht zuletzt, dank des liebevoll hergerichteten Dancefloors, der vielgestaltigen Bars und Chillout-Möglichkeiten, die Andreas Braun mit seiner Crew an den Nordstrand zaubert.

Neun Jahre, das ist für eine Veranstaltungsreihe ein stattliches Alter: 2009 öffnete das Bayou zum ersten Mal seine Pforten. „Damals entdeckte ich das Gelände, als ich dort spazieren ging. Da uns die Location gefallen hat, überlegten wir uns ein Konzept“, erinnert sich Andreas, der sich dabei von seinen Erfolgen als DJ und den dazugehörigen Reisen zu Partys auf der ganzen Welt inspirieren ließ.

„Man kreiert etwas und ist stolz, wenn die Leute das wollen“

Laut dem jungen Veranstalter kam er als einer der ersten in den neuen Bundesländern auf die Idee, eine Elektroparty am Nachmittag zu veranstalten. „In den alten Bundesländern gab es bereits solche Sonntagnachmittagspartys. Im Osten kannte man das noch nicht. Hier waren die Leute überrascht, dass solche Veranstaltungen in den Nachmittag verlegt wurden“, blickt er zurück.

Sie tauften das Open-Air auf den Namen „Bayou“, weil das Gelände am Nordstrand Assoziationen an die gleichnamigen Sumpfgebiete in den Südstaaten der USA hervorrief. Bei der ersten Veranstaltung lockte ein Großaufgebot an DJs wie „Efdemin“, „Mathias Kaden“ und „Marek Hemmann“ sowie der satte Sonnenschein etwa Tausend Menschen auf das Festival. „Es war ein voller Erfolg“, schwärmt Andreas. „Man kreiert etwas und ist stolz, wenn die Leute das wollen.“ Der DJ bekam deshalb Lust auf mehr.

logo BayouIn den folgenden Jahren nahm das Bayou immer mehr Kontur an. Veranstaltungsreihen in einem zugewuchertem Bungalowdorf, das Braun unweit des Originalspielortes am Nordstrand fand, und Bayou-Partys am Beach-Club an der Wasserskianlage in selbigen Areal machten den Namen immer bekannter. Der Bayou-Weihnachtsmarkt mit dazugehörigem Winter-Open-Air, ein Musiklabel und ein umfangreiches Merchandising rundeten die Marke ab.

Nachmittagsveranstaltungen sprossen wie Pilze aus dem Boden

Andreas kann selbst kaum glauben, welche Wellen das Bayou schlug. Nachmittagsveranstaltungen in ganz Ostdeutschland sprossen wie Pilze aus dem Boden und folgten dem Erfurter Vorreiter. Nun, im neunten Jahr seines Bestehens, wollte Andreas Braun zurück zu den Wurzeln. Der junge Mann ist Vater geworden und will sich ausführlicher um seine Familie kümmern. Deshalb wird es vorerst nur noch das Festival und den Weihnachtsmarkt geben.

bayou.jpgAndreas hat sich vorgenommen, bis zum zehnjährigen Jubiläum die Zügel noch selbst in der Hand zu halten. Dann will er die Organisation an eine jüngere Generation weitergeben. „Durch den Input soll das Bayou profitieren. Junge Leute bringen frische Ideen mit. Ich werde dann nur noch im Hintergrund agieren“, schildert er seine Pläne.

Und bis es soweit ist, können die Thüringer sich die auf 2018 freuen. Wenn erneut dieser besondere Moment eintritt, in dem alle gemeinsam funktionieren, sich eine Eigendynamik entwickelt, die Leute loslöst und das Gefühl entsteht, dass alles passt.

Mehr zum Bayou-Festival:

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Zum Bayou-Store

Zum Text im t.akt-Magazin

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